Creme-Grundlagen |
|
|
Hier finden Sie einige einleitende Infos für die Creme-Zubereitung.
Grundlagen
MengenMeistens wird in Rezepten empfohlen, mit den Mengen sehr genau zu sein. In der Lernzeit würde ich das auch empfehlen, aber nach einigen Jahren Erfahrung mische ich mir meine Cremes und Salben nach Augenmaß. Wenn mal was schiefgeht, weiß ich ja auch, wie ich Abhilfe schaffen kann.Für den Anfang empfehle ich folgende Geräte zum Messen der Mengen:
KochvorgangIch erhitze die Salbenbestandteile meistens in Marmeladengläsern, die in einer wassergefüllten Pfanne erhitzt werden. Hitzefeste Spezialgläser sind natürlich schicker, aber wenn sie sauber sind, sind Marmeladengläser durchaus brauchbar.CremesCremes bestehen aus einer Fettphase, einer Wasserphase und einem Emulgator, der die beiden verbindet. Durch den Emulgator können sich Fett und Wasser verbinden und es entsteht die gewohnte cremartige Konsistenz, daß wir gewohnt sind.SauberkeitIn der Salbenküche ist das Wichtigste, daß man so sauber wie moeglich arbeitet.Die Arbeitsfläche muß sauber sein und alle Geräte möglichst heiß abgewaschen werden; Spülmittelreste und Dreck müssen unbedingt abgewaschen werden, sonst werden die Salben schnell schimmelig. WerkzeugeIn meiner Salbenküche versuche ich mit möglichst einfachen Mitteln auszukommen und meistens klappt das auch ganz gut. Grundausstattung für Sparsame
Ergänzung für Interessierte
Darüberhinaus kann man sich noch unendlich weiter ausstatten, aber das werden Sie selber sehen, was Sie zusätzlich noch brauchen. Material für die SalbenkücheDas Material für die Salbenküche ist mannigfaltig.
Es gibt einige Grundsubstanzen, die regelmäßig verwendet werden,
aber auch etliche selten benutzten Spezialstoffe.
ÖlauszugPflanzenöle können fast alle empfohlen werden.
KonsistenzgeberKonsistenzgeber sind all die Stoffe, die die Mischung aus Öl und Wasser, bzw. Öl alleine eine schmierbare Creme bzw. Salbe machen. Sie machen die Gesamtmischung dicker.Die unterschiedlichen Konsistenzgeber wirken und verhalten sich unterschiedlich. In einer Salbe oder Creme können mehrere Konsistenzgeber gemischt werden.
EmulgatorenEmulgatoren sind das Geheimnis, die den Unterschied zwischen Salbe und Creme ausmachen. Sie sind in der Lage Fett- und Wassermoleküle zu verbinden.Lanolin anhydridLanolin (=Wollwachs) ohne Wasser (=anhydrid) ist ein natürlicher Emulgator.Daraus kann man eine fettreiche Creme herstellen. Lanolin hat zudem eine ausgeprägte pflegende Wirkung, es stellt also gleichsam einen Wirkstoff dar. Manche Menschen reagieren allergisch auf Lanolin, aber die Meisten vertragen es sehr gut. TegomulsTegomuls ist ein Emulgator, mit dem man wasserreiche Cremes herstellen kann.Die entstehenden Cremes werden Öl-in-Wasser-Cremes, die sich als Gesichtscremes eignen.
TinkturFür eine Creme braucht man eine Wasserphase.In die Wasserphase kann man Tinkturen einfügen, um zusätzliche Wirkstoffe in die Creme einzuarbeiten.
WasserFür eine Wasserphase braucht man meistens Wasser. Wenn man ganz sicher gehen will, kann man destilliertes Wasser nehmen.Ich habe jedoch seit langem gute Erfahrungen mit einfachem stillen Mineralwasser gemacht. Wenn man sich etwas gönnen will, kann man statt Mineralwasser auch Rosenwasser oder Orangenblütenwasser einsetzen.
BezugsquellenZutaten für einfache Salben bekommt man in Lebensmittelläden und in Apotheken.Die benötigten Kräuter für Ölauszug und Tinktur kann man natürlich selbst sammeln oder im Garten anbauen. Wenn das nicht möglich ist, bekommt man Kräuter in Apotheken oder speziellen Versand-Shops (im Internet). Bienenwachs, Kakaobutter, Sheabutter, wasserfreies Wollwachs und Tegomuls kann man in Läden wie Spinnrad kaufen. Auch in Apotheken kann man sich die Zutaten bestellen.
|
|
||||||||||||||||